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HomeThemenThemenübersichtBäuerliche Landwirtschaft

Konsequent und standhaft

Von allen in den Räten vertretenen Fraktionen hat die Grüne Liste in den zurückliegenden Jahren immer am deutlichsten Stellung bezogen, wenn es um die Genehmigung neuer Mastställe oder – wie in Riede – um die Zerstörung der bäuerlichen Milchwirtschaft durch einen Mega-Kuhstall ging. Nicht immer haben wir uns dabei durchsetzen können, wie die Abstimmung über den Bebauungsplan Eyterniederung gezeigt hat (siehe Thema Natur- und Landschaftsschutz). Der ländliche Raum ist nicht einfach nur Fläche, die es agrarindustriell maximal auszubeuten gilt. Er ist gleichzeitig Kulturlandschaft, Erholungsgebiet, Siedlungsgebiet für Alteingesessene und Hinzugezogene. Sicher ist: Wer auf dem Land wohnt, muss gelegentlichen Güllegeruch und Maschinenlärm zur Erntezeit hinnehmen. Wir sind froh, dass unsere Samtgemeinde, obwohl im Speckgürtel Bremens gelegen, ihren ländlichen Charakter bewahrt hat und nicht dem Siedlungs- und Gewerbebrei anderer Umlandgemeinden gleicht.

"Cloppenburgisierung" stoppen: Was wir jedoch nicht wollen, ist eine Entwicklung wie in Vechta/Cloppenburg. Bereits jetzt tauchen immer häufiger Gülletanker mit Kennzeichen aus dem dortigen Raum bei uns auf. Dieser Gülletourismus ist ein Zeichen der Verdrängung, da die dortigen Böden der Nährstoffe nicht mehr Herr werden. Wenn auch bei uns weiter im Ausmaß der vergangenen Jahre Ställe genehmigt werden, wird sich diese Entwicklung noch weiter in Richtung Süden und Osten fortsetzen. Auf der Gewässergütekarte des Landes Niedersachsen lässt sich deutlich ablesen, wo die Nitratgehalte bereits bedenklich sind und wo die Grenzwerte noch eingehalten werden. Dabei sind das alles noch die Sünden der Vergangenheit, die uns jetzt nach und nach einholen.

Bäuerliche Landwirtschaft fördern

Wir wollen überall dort, wo es auf kommunaler Ebene Steuerungsmöglichkeiten gibt, dafür sorgen, dass die bäuerliche Landwirtschaft Vorrang bekommt vor den Interessen der Großagrarier. Das beinhaltet auch ein Augenmerk auf Betriebe, die – z.B. Im Milchbereich – auf biologische Wirtschaftsweise umstellen möchten, da hier die Verdienstaussichten langfristig besser sind.

Glyphosatgebrauch ächten

Die Verwendung von Glyphosat ist von der EU-Kommission gerade für weitere 18 Monate verlängert worden. Leider sind viele Landwirte bei einer Wirtschaftsweise angelangt, die es ihnen schwermacht, auf dieses Allround-Herbizid zu verzichten, trotz Krebsverdacht und Schädlichkeit für Bienen und andere Insekten. Auch Gartenbaubetriebe, die auf großen Flächen Topfpflanzen anbauen, spritzen mit diesem Mittel alles tot, was mit ihren für den billigen Supermarkt produzierten Pflanzen konkurrieren könnte – mit unbekannten Auswirkungen auf Mitarbeiter und Anwohnerschaft. Auch hierauf wollen wir verstärkt unser Augenmerk richten.

Für eine bäuerliche Landwirtschaft, die die natürlichen Lebensgrundlagen respektiert und langfristig erhält.

 

Gegenwärtig sind alle Termine wegen der Corona-Krise ausgesetzt!

Die Grüne Liste Thedinghausen ist Fördermitglied des BUND.